In 15 Minuten zu 1 Mio. $ Startkapital

Freitag, 01.08.2014 – The last trip in Silicon Valley

Guten Morgen Deutschland, hallo Gaggenau, San Francisco is calling, with the latest news from the Rulebreaker Experience from Silicon Valley. Hier sind unsere letzten Besuchstermine, die wir heute gemeinsam starten. Eine spannende Woche mit vielen Eindrücken und innovativen Unternehmen liegt hinter uns. Bereits heute Abend fliegen schon zwei Jungs aus unserer Gruppe wieder zurück nach Deutschland, in die Heimat des World Champions 2014.

Unsere 1. Station: Plug & Play Accelerator

Der heutige Tag beginnt mit dem international agierenden Accelerator-Hub Plug & Play, das sich auf den Wachstum von Start-ups und Corporate Innovations konzentrieren. Unterschiedliche Länder und verschiedene Konzerne unterstützen das Unternehmen. Aktuell umfasst es in etwa 300 Start-ups, 180 Investoren und zahlreiche Regierungs- und Bildungsinstitute.

Wir dürfen bei einer Pitchpräsentation dabei sein, bei dem vier verschiedene Start-ups antreten und sich direkt einem Gremium an Investoren und Beratern innerhalb von 15 Minuten vorstellen. Da muss alles stimmen, die Tagesform, die Technik, allen voran natürlich auch die Idee, die man präsentiert. Nach jeder Präsentation gibt es gleich Feedback und weitere Fragen werden gestellt. Danach kommt die Stunde der Wahrheit: Jeder der Investoren füllt eine Bewertung aus, die das Start-up abschließend bekommt. Bei jeder Präsentation wird zum Abschluss auch das benötigte Budget vorgestellt, so dass man gleich weiß, bekommt man finanzielle Unterstützung in voller Summe oder nicht.

Eine spannende Beobachtung, wie das konzentriert und strukturiert abläuft, so dass hier gleich die Besten gefunden werden, die dann auch eine Chance haben den Markt möglicherweise zu erobern.

Lunchtime mit Venture Capitalists

Wir haben nach dieser Erfahrung die Möglichkeit, uns mit 5 VCs, wie sie im Valley so schön heißen – Venture Capitalists – zum Essen zu treffen und gezielte Fragen zu stellen, was wir natürlich auch intensiv nutzen. Nicht zu vergessen: Das haben wir unserem heutigen „Host of the Day“ Jack Young zu verdanken, dem wir an dieser Stelle noch mal ein riesiges Dankeschön senden für die tolle Möglichkeit. Jack, der Director von Qualcomm Life Fund, investiert mit seinem 100 Millionen-Dollar-Fonds vornehmlich in digitale Healthcare-Projekte, so dass wir später auch ein weiteres Inkubatoren-Unternehmen kennenlernen, das Jack unterstützt.

Zurück zum Mittagessen und unserem Arrangement mit eigenem Raum im chinesischen Restaurant. „Round-Table-Gespräche“ mit den VCs, so dass wir direkte Fragen von „alten Hasen aus der Szene“ beantwortet bekommen, was möchte man mehr. Nur eine kurze Info, damit man sich keine Illusionen macht und denkt, man fliegt kurz mit seiner Idee nach Kalifornien und macht hier schnell ein paar Millionen: So einfach ist es nicht, sondern harte Arbeit, der Aufbau von Netzwerken und Partnern, die einen unterstützen, ist ein wichtiges Werkzeug und dauert schon ein paar Monate. Schließlich braucht man auch noch ziemlich viel Glück – und das ist nicht plan- bzw. vorsehbar. Erst danach zeigt es sich, ob man das nächste Google, Facebook, Twitter oder LinkedIn wird.

Ein Zahlenbeispiel, damit Sie sich vorstellen können, wie schwer es wirklich ist – es wurde uns direkt von den VCs berichtet:

  • 1000 Start-up-Vorstellungen die pro Jahr gesichtet werden.
  • 20–30 Ideen schaffen es in die engere Auswahl, so dass sie gefördert werden.
  • 2–3 Start-ups bekommen ihre Idee zur Umsetzung und verdienen damit Geld

Noch Fragen?

Somit ist es klar: Erfolg ist nicht planbar, auch in Kalifornien wird ausgesiebt und geprüft, was wirklich eine innovative Idee ist, die den Markt durchdringt. Aber wenn wir das mit Deutschland vergleichen, ist es eine komplett andere Denkweise hier. Wenn man keinen Erfolg hat mit dem ersten Unternehmen, wird es halt das zweite oder dritte, egal – man wird nicht von oben herab betrachtet, man wird akzeptiert, wenn man etwas ausprobiert und verliert. Der Weg ist das Ziel …

Unsere 2. Station: Rock Health

Auf geht’s, der nächste Besuch wartet schon auf uns: Rock Health, ein Start-up-Inkubator in San Francisco, der sich ausschließlich auf innovative Ideen im Bereich Healthcare spezialisiert hat. Die amerikanische Wirtschaftsleistung wird zu 18 % aus dem Healthcare-Bereich abgedeckt, so dass hier innovative und digitale Ideen lebensnotwenig sind. Rock Health wurde im Jahr 2010 gegründet und unterstützt Start-ups aus dem Bereich Healthcare. Verschiedene „Unterstützer“, angefangen von Gründern aus der Wirtschaft, u.a. GE, Boehringer Ingelheim, Genentech, Harvard Medical School, unser Jack von Qualcomm Life uvm. sind Partner von Rock Health. Detaillierte Beispiele, was alles von „Rocket“ unterstützt und marktreif geworden ist, können Sie bei Interesse gerne bei mir anfragen.

Unsere 3. Station: Emotiv

Unser letzter Termin ist mit Tan Lee bei Emotiv. Vielleicht haben Sie schon einmal in der Presse über sie gelesen oder im TV gesehen. Ein unglaubliches Produkt, bei dem man denkt, wie soll das funktionieren, aber es überzeugt uns alle beim Live-Test.

Sie müssen es sich selbst noch mal im Internet ansehen, damit Sie es glauben. Googeln Sie einfach „Emotiv“ und lesen Sie die verschiedenen Berichte. Kurz beschrieben: Das „Wireless EEG System“ erfasst emotionale Ströme und Reize aus dem Gehirn, so dass Sie mit Ihren Gedanken etwas steuern können. Sie haben richtig gelesen, und bevor Sie denken, der Kerl dreht am letzten Tag doch noch durch, liefere ich Ihnen den Beweis anhand eines Kurzfilms.

Zuerst wird das Headset auf dem Kopf justiert, so dass alle Punkte korrekt auf dem Kopf sitzen. Sobald diese dann grün auf dem Monitorbild erscheinen, kann es losgehen, dann kann man es mit einem „Computergesicht“ probieren, man bewegt seine Augen, den Mund, die Nase, runzelt seine Stirn – und siehe da, auf dem Monitor bewegen sich die gleichen und exakten Darstellungen, die gerade gemacht wurden.

Aber es geht noch weiter: Ein Teammitglied wollte es sofort versuchen, so dass er entsprechend präpariert wurde, um dann einen im Raum schwebenden Würfel mit seinen Gedanken zu steuern, der sich als Abbildung im Laptop befindet – und zwar nach hinten und nach vorne. „Undenkbar“, aber machbar. Ein lautes „es geht wirklich“ schallt durch den Raum, Begeisterung bei uns allen! Kann man bald Autos damit steuern oder mit seinen Gedanken andere Dinge bewegen? Wir werden es erleben, wenn nicht heute, dann in der Zukunft, und diese ist in greifbarer Nähe!

Liebe Leser …

…des Silicon Valley BLOGS von Siegmar Tittjung, Founder der KRAFTJUNGS: Wir beenden jetzt unsere Besuchsreihe, sind aber noch nicht ganz „durch“ mit der Berichterstattung. Eine persönliche Einschätzung über die Möglichkeiten und Chancen in der Bay Area sowie Tipps und Empfehlungen werden noch folgen. Was ich Interessenten gerne anbieten kann, ist ein persönliches Gespräch mit Empfehlungen, Kontakten und Ideen, die wir aus den Tagen mitgebracht haben, und was Sie in der innovativen Metropole alles erreichen können.

Wir, die KRAFTJUNGS, bleiben immer am Puls der Zeit und der heißt klar und deutlich: SILICON VALLEY!

Vielen Dank an alle Leser und herzliche Grüße

Ihr Siegmar Tittjung

P.S. Für Fragen senden Sie bitte eine E-Mail an tittjung@kraftjungs.de

Marcel Müller