Nomen est omen – oder: Von der Macht der falschen Namen

Ein guter Name ist viel wert. Das gilt für Unternehmen ebenso wie für Produkte. Ein Name „steht für etwas“. Und das ist auch ganz gut so. Wenn ein Name zur Marke wird, hat man gewonnen.

Automobilhersteller geben ihren Fabrikaten möglichst wohlklingende Fantasienamen, die merkbar, einzigartig und auch ein wenig repäsentativ sind. Und die Marke nicht belasten. Manchmal geht das schrecklich schief, wie seinerzeit mit dem „Pajero“ von VW: Denn in Spanien ist das Wort ein nicht unbedingt jugendfreier Kraftausdruck – weswegen der Wagen dort „Montero“ heißt (mehr Auflistungen unter markenlexikon.com).

Doch es geht auch eine Nummer kleiner. Quasi um die Ecke. In unserem Alltag. So der Name eines Imbisses in Karlsruhe. Man weiß nicht recht, ob es Gelächter, Erschrecken oder Kopfschütteln auslösen soll – und angesichts des Titels sei dahingestellt, ob gerade Männer die Räumlichkeiten betreten werden …

Oder ist es eine wohl kalkulierte Aktion, um Aufmerksamkeit zu erregen?

Marcel Müller