Von Anfang an geht’s in die Vollen!

Montag, 28.07.14 – Unsere 1. Station: HACK REACTOR!

Welcher Mangel herrscht bei Google, Facebook, Twitter, Salesforce und Co.? Sicherlich sind es nicht die Dollars, um mal kurz „pro Woche ein Unternehmen für 1 Million Dollar zu kaufen oder für 1 Milliarde Dollar im Monat“, sondern das Human Capital. Denn ohne gut ausgebildete Software-Entwickler können keine weiteren Innovationen, die für die Unternehmen das Wichtigste bedeuten, weiter vorangetrieben werden.

Inzwischen beginnt eine wahre „Jagd“ auf die Developer, die täglich bis zu 40 Anrufe oder E-Mails von Headhuntern bekommen. Verlockende Angebote mit astronomischen Gehältern, die Google & Co. bieten. Genau hier ist die Business-Idee von Hack Reactor, einem der führenden und bekanntesten Premium Schools im Silicon Valley, mit Sitz in San Francisco. Das harte und straffe Schulungsprogramm vermittelt innerhalb von 3 Monaten mit einem täglichen Pensum von morgens 9 bis abends 20 Uhr, 6 Tage die Woche, den aktuell 120 Teilnehmern die Kenntnisse in „Live coding and programming“ von Apps, Websites, e-commerce usw. Das Intensivprogramm ist für 18.000 US-Dollar zu haben. Ein Schnäppchen, wenn man dann danach von führenden Unternehmen wie Salesforce, LinkedIn, Twitter oder Google mit Anfangsgehältern von bis zu 90.000 US-Dollar im Jahr „eingefangen“ wird. Es passiert tatsächlich, dass schon während der Ausbildung die Teilnehmer an Unternehmen „vergeben“ werden.

Kraftjungs-bei-Hack-Reactor

Hack Reactor LLC

Nach dem heutigen Gespräch mit dem CoFounder Doug Calhoun liegt für ihn ganz klar die Qualität und nicht die Quantität im Vordergrund von Hack Reactor. „Unsere Gruppen sind mit zwei mal 60 Studenten ausgestattet. Die Teacher, die sich komplett um die Teilnehmer kümmern, sowie das Serviceteam umfasst 50 Personen. Wir wollen nicht weiter wachsen, sondern die individuelle Betreuung und deren hohe fachliche Ausbildung in der Vordergrund stellen“, so Doug im Gespräch. Hack Reactor positioniert sich somit als Premium-Anbieter für „the new generation“ und hat mit einer Erfolgsquote von 99% eine überdurchschnittliche Abschlussquote vorzuweisen. Das Unternehmen wurde 2012 gegründet und hat bis heute knapp 300 Teilnehmer ausgebildet – nicht zu vergessen die Headhunter-Provisionen, die es noch on top gibt.

Meine persönliche Meinung dazu: Gutes Konzept, es bleibt „klein“ und individuell, der Fokus liegt auf den Menschen und einer sehr guten Ausbildung, ohne es unendlich skalieren zu wollen, man bleibt seiner Philosophie treu und den Menschen, die es umsetzen. Eine sehr spannende Begegnung. Vielen Dank für die Zeit an das Team von Hack Reactor, we’ll see you again! Nach einem kurzen Snack beim Mexikaner geht es gleich weiter zum Community-Markplatz-Anbieter Airbnb.

Unsere 2. Station: Airbnb!

Stellen Sie sich bitte mal eine Frage: „Sie verreisen. Würden Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus in diesem Zeitraum an einen Unbekannten, zum Beispiel aus Australien, den USA oder China vermieten, Ihren Haustürschlüssel übergeben und diese Personen dann während Ihrer Urlaubsabwesenheit in Ihren vier Wänden all das benutzen lassen, was Sie sonst so täglich kennen und benutzen?“ Oder umgekehrt, Sie reisen nach London und gehen dort nicht in ein Hotel, sondern in ein schickes Loft eines unbekannten Menschen.

Das ist das Konzept von Airbnb, aber im Design-/ Premium-Segment. Der 2008 gegründete Community-Marktplatz für weltweite Buchungen und Vermietungen hat damit aktuell 17.000.000 Buchungen hinter sich gebracht, weltweit! Die Gründung des Unternehmens lief nicht ganz rund, so dass man kurz vor dem Aus stand. Durch ein Accelerator-Programm gelang den Gründern dann der Durchbruch. Der Spirit und die Einstellung der Gründer hat das Unternehmen auf eine aktuelle Unternehmensbewertung von 10 Milliarden US-Dollar gebracht. Unglaublich, so was kann es nur in den USA geben.

Kraftjungs-bei-Airbnb

Airbnb, Inc.

Inzwischen ist Airbnb eine Legende im Silicon Valley – und so residiert man auch. In einem modernen und überaus ansprechenden Gebäude, das historischen Charakter aufweist, kommt man in die Halle. Eine eingelassene Eisenbahnschiene führt entlang des Wegs zu den Aufzügen, man fühlt sich sofort wohl, Freiraum für Gedanken, Open Space im Eingangsbereich, wo man Leute arbeiten sieht. Man erkennt den Geist des Unternehmens, sieht sofort die Corporate Architecture der Marke. Leider durften wir die Räume nicht fotografieren, aber man kann es ja beschreiben. Stellen Sie sich vor, Sie kommen in Bereiche, in denen es verschiedene Besprechungszimmer gibt mit Namen wie Bali, Paris, London usw. Jedes individuell auf das entsprechende Thema eingerichtet, es sind „Vibrations“ in den Räumen, Hunde, die bei den Mitarbeitern liegen, das kennen wir auch bei den KRAFTJUNGS, überall kleine Einzelheiten, die ein rundes Gesamtbild abgeben. Man merkt, dass hier Gedanken in die Planung gesteckt wurden. Natürlich alles mit Apple ausgestattet, was anderes wäre Hochverrat.

Durch die vielfältigen Angebote bei anderen Unternehmen in dieser Größenordnung muss man für die Menschen eine Atmosphäre schaffen, in der sie sich wohlfühlen, ihr zweites Zuhause bilden. Wäscheservice, Köche und andere Annehmlichkeiten sorgen für die Bindung an Airbnb.

Aktuell arbeiten dort 450 Mitarbeiter, nach einer Führung durch die Open Space Workstations dürfen wir dann in die Kommandozentrale – wir haben sie Enterprise getauft: Scotty und Kirk stehen auf der Brücke und der Vortrag geht los. Georg Bauser und sein Team stellen uns die Marke Airbnb vor, nennen Zahlen und Details und berichten über Expansionen nach Irland und deren Aufbau. Ein Kraftakt, den man bei Start-ups öfter sieht. Marktzahlen und Absatzgebietsstrukturen, Zielgruppen und deren genaue Beschreibung, Visionen und Strategien, die wir natürlich nicht veröffentlichen können. Alles was immer wieder in den Vordergrund gestellt wird, ist der Glaube an die Marke, die differenziert, man lebt die Markenphilosophie spürbar. Ein spannender und sehr interessanter Termin, den Sie anhand der Fotos erahnen können.

Zu guter Letzt: Unser Dinner!

Gut speisen mit den Herren Dr. Anton Waitz, Managing Director von Axel Springer US, sowie Adam Curry, Gründer von Global Consciousness Project.

Lassen Sie mich kurz ein paar Worte verlieren … einen besseren Abschluss des Tages kann es nicht geben. Dr. Anton Waitz leitet den Standort im Silicon Valley, um Investitionsoptionen in strategisch relevante Start-ups vor Ort zu sondieren und ist begeistert von dem Spirit im Valley. Wir lernen einen kompetenten und visionären Gesprächspartner kennen, der die Inspiration sehr gut dargestellt hat. Er trifft auf Adam Curry, einem Gründer von Global Consciousness Project.

Ich kann das nicht zusammenfassen, es ist eher eine fast „spirituelle“ Idee, die sicherlich das Potenzial hat, die komplette Welt zu verändern, wenn man es auf dem Markt bringen kann. Ein kleine Hilfestellung dazu: Global Consciousness Project

Unser erster Tag ist somit zu Ende und das Abschiedsfoto des Tages widmen wir Dr. Anton Waitz, Sven Gabor Janczky und Adam Curry.

Nach 21 Stunden auf den Beinen wollen wir jetzt ein wenig zur Ruhe kommen. 🙂 Morgen geht’s weiter zu StartX, d-school Stanford und dem NASA Ames Research Center!

Guten Morgen nach Deutschland, Gaggenau, we keep in touch!

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Marcel Müller